Im Job und in der eigenen Kneipe: Stephan ist hier und da Dienstleister

Stephan Herold erfüllte sich den Traum von der eigenen Kneipe, daneben ist er Abteilungsleiter im Bereich Finanzen bei BAUR. Warum er nach Oberfranken zurückkehrte und wie sich seine beiden „Wirkungsstätten“ miteinander vereinbaren lassen, verrät er im Interview. 

Stephan

Stephan, seit wann lebst du wieder in deiner Heimat Burgkunstadt?

Lass mich kurz nachdenken - seit Juli 2011. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich wohlfühlt. 

 

Warum ging es für dich wieder zurück?

Da kamen so einige Faktoren zusammen. Ich war lange Zeit nicht in der Heimat ansässig. War unter anderem bei dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG in München und Prag beschäftigt. Danach bei Quelle als Abteilungsleiter im Rechnungswesen. Als es aus bekannten Gründen dort keine Zukunft mehr gab, war für mich klar: Ich will wieder dauerhaft in meiner Heimat Burgkunstadt leben! Heute bin ich Teil der BAUR-Gruppe. Das Unternehmen kannte ich bereits aus meiner Jugend, war dort schon Ferienjobber und später im Studium als Praktikant aktiv. Es war übrigens reiner Zufall, dass ich wieder bei BAUR gelandet bin: Während der Insolvenz von Quelle haben ein Kollege und ich für den zuständigen Insolvenzberater gearbeitet. Der Kollege wusste von meinem „Heimweh“ und gab mir den „Schubs in die richtige Richtung“. Dann ging alles recht schnell – Bewerbung geschrieben, Vorstellungsgespräch gehabt und schon war ich wieder in der BAUR-Welt.

Neben BAUR gibt es für dich noch eine zweite „Wirkungsstätte“. Verrate uns doch mal ein bisschen darüber.

Meine zweite Wirkungsstätte ist das „Rösla“. Eine heimelige Kneipe in Burgkunstadt, die ich führe. Entstanden ist das „Rösla“ aus den beiden Vorgänger-Kneipen „Nepomuk“ und „Pegasus“. Die Räumlichkeiten waren schon immer meine Stammkneipe und eine feste Anlaufstelle bei Heimatbesuchen.

Stephan in seiner Kneipe

2005 ist das Gebäude abgebrannt und stand dann zum Verkauf. Ich nutzte diese Gelegenheit und entschied mich für den Kauf. Mit viel Spucke, Muskelkraft und Leidenschaft wurde gewerkelt und renoviert. Im April 2007 dann Eröffnung gefeiert. Seitdem ist das „Rösla“ Treffpunkt für Jung und Alt. Für jeden ist hier was dabei – auch Veranstaltungen, die in einer Kneipe eher „untypisch“ sind. Das „Rösla“ gibt unterschiedlichsten Bands eine Bühne, veranstaltet Diavorträge zu allerlei Themen und bieten regelmäßig Whisky- und Wein-Tastings an.

Neben diesen Highlights gibt es auch jeden Monat etwas Neues – zum Beispiel das Bier und den Whiskey des Monats. Viel Arbeit, aber meine glücklichen Stammgäste sind mir das wert. Es macht riesig viel Spaß!

 

Wie lassen sich das „Rösla“ und dein Full-Time-Job bei BAUR miteinander vereinbaren?

Das „Rösla“ hat nur donnerstags bis samstags ab 19.00 Uhr geöffnet. Und ich schmeiße das „Rösla“ ja nicht alleine. Ich habe ein super Team hinter mir, das den Tresen für mich übernimmt und mir auch den Rücken freihält. An den Donnerstagen versuche ich immer rechtzeitig ins Bett zu gehen, um für den Freitag im Büro fit zu sein. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut (er lacht). Es ist aber auch nicht schlimm, wenn ich mal ein paar Minuten später zur Arbeit komme. Ich kann mir dank einer Vertrauensarbeitszeitregelung meinen Arbeitstag selbstständig einteilen.

 

Was ist dir lieber? Das „Rösla“ oder die BAUR-Gruppe?

Die BAUR-Gruppe und das „Rösla“ sind für mich keine Konkurrenten, sondern spiegeln meine beiden Seiten wider. Auf der einen Seite kann ich täglich mein fachliches Know-How unter Beweis stellen und neue Herausforderungen annehmen. Im „Rösla“ dagegen gehe ich ganz meinen Hobbies nach, treffe tolle Leute, höre gute Musik und trinke ein gepflegtes Bier.

 

Gibt es Parallelen zwischen der Arbeit bei BAUR und im „Rösla“?

Die gibt es! Hier und da bin ich Dienstleister. In der Arbeitswelt kümmere ich mich um BFS Baur Fulfillment Solutions und deren Kunden. Im „Rösla“ bin ich für meine Gäste da. In beiden Bereichen steht für mich die Wirtschaftlichkeit im Fokus meines Handels. Außerdem kann ich auf beiden Seiten kreativ sein und neue Ideen ausprobieren. Auch „Mut“ ist immer im Spiel. Und nach erfolgreichen Projekten in der BAUR-Gruppe oder gelungenen Abenden im „Rösla“ stellen sich Glücksgefühle ein. Es ist perfekt, so wie es ist!

 

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