I’ll be back! Ein Dorfkind kommt zurück.

Tina Stang ist UI/UX-Designerin bei empiriecom – dem E-Commerce-Dienstleister der BAUR-Gruppe. Sie erzählt von einem wahren Paradies und verrät, wie sie sich als Dorfkind „geoutet“ hat.

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Tina, erzähl doch mal etwas über dich!

Ich wurde in Friedrichroda geboren, einer Kleinstadt im Kreis Gotha. Aufgewachsen bin ich dann in Bad Rodach. Nach meinem Quali habe ich anschließend noch die zehnte Klasse anhängt und den mittleren Schulabschluss gemacht. Zum einen, weil ich wirklich gern zur Schule ging und meine Schulzeit gerne verlängern wollte, und zum anderen, weil ich einfach sehr unentschlossen hinsichtlich meines weiteren Wegs war. Das ich letztendlich im Jahr 2007 bei BAUR als Mediengestalterin gelandet bin, ist eigentlich eher ein glücklicher Zufall. Mit der Absage für den Ausbildungsplatz als Fotografin bei BAUR erhielt ich eine Einladung zum Zeichen- bzw. Kreativtest der Mediengestalter. Die Chance habe ich natürlich wahrgenommen, und es hat geklappt.

Die drei Jahre Ausbildung waren wirklich toll. Die Arbeitsatmosphäre war familiär und ich hatte geniale Ausbilder und Azubikollegen. Im Rahmen dieser Ausbildung absolvierte ich auch ein mehrwöchiges Praktikum in der Abteilung E-Commerce, in die ich nach Abschluss der Ausbildung übernommen wurde. Dort bin ich dann bis zum Beginn meines Studiums im Oktober 2012 geblieben.   

 

Warum hast du dich nach der Ausbildung für ein Studium entschieden?

Mich hat vor allem die Möglichkeit gereizt, auch ohne Abitur studieren zu können. Eine wahnsinnige Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Nach fast zweieinhalb Jahren im Job hatte ich einfach das Gefühl, es müsste noch was passieren. Noch mal raus aus dem Job in ein Vollzeit-Studium, ohne zu wissen, ob das für mich funktioniert. Eine nicht ganz so einfache „Jetzt oder nie“-Entscheidung. Gerade weil ich eher der sicherheitsliebende, weniger spontane oder risikobereite Mensch bin, der meistens schon bei kleinen Entscheidungen eine Pro- & Kontraliste braucht. ... also raus aus der kuscheligen Komfortzone (sie lacht).

Dich hat es also nach Würzburg verschlagen. Erzähl doch mal, für dich als „Landei“ war das sicherlich ein Kulturschock!

Also auf jeden Fall habe ich mich immer direkt als absolutes „Dorfkind“ geoutet, wenn ich von Würzburg als „Großstadt“ gesprochen habe. Allerdings ist Würzburg für mich definitiv schon eine ganz andere Nummer als beispielsweise Kulmbach. Das Angebot an Veranstaltungen, Cafés, Bars und Restaurants ist dort eben doch um einiges größer und vielfältiger.

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Nicht zu vergessen das Nahverkehrsnetz. Alle sieben Minuten fährt eine Straßenbahn. Das ist schon komfortabler als zwei Stunden auf den nächsten Bummel-Bus zu warten. Im Vergleich zu hier findet das Leben zudem viel mehr draußen statt. Die Straßenbahn und so ein paar richtige schöne Frühstückcafés, die auch was Außergewöhnlicheres anbieten, vermisse ich dann doch sehr.

 

Nach dem Studium hast du in der BAUR-Gruppe beim E-Commerce-Dienstleister empiriecom begonnen. Wie hat sich dein Comeback angefühlt?

Hat sich fast so angefühlt, als ob ich nie richtig „weg“ gewesen wäre. Mit vielen Kollegen hatte ich auch über die vier Jahre Studium hinweg Kontakt. Natürlich hat sich aber auch extrem viel verändert. Aus der Abteilung E-Commerce wurde das eigenständige Unternehmen empiriecom, die Mannschaft ist gewachsen und nicht zuletzt die Umstellung der Arbeitsweise. Wir arbeiten hauptsächlich agil und nach Scrum. Die Entwicklung geht ständig weiter. Ich bin erst seit einem Jahr wieder da, und selbst ich habe schon meine Rolle gewechselt – vom Frontend-Designer hin zum UI/UX-Designer. Neben dem beruflichen Comeback gab es aber auch das Comeback in der Heimat. Gefühlt geht es hier weniger hektisch zu, was sicher auch an der gemütlichen Gegend liegt. Genau das, was ich als Dorfkind in Würzburg manchmal vermisst habe. Mein Hund und meine Katze schätzen die ländliche Umgebung ebenfalls. Rundherum ist Wald und Wiese – ein wahres Paradies für die beiden. Zudem ist die Wohnungssuche hier auch stressfreier als in Würzburg.

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