Ein Interview mit Manfred

23. Jul 2025

Ein Interview mit Manfred
Ein Interview mit Manfred

Zum Abschluss seiner Karriere sprechen wir mit Manfred, dem Leiter der Unternehmenskommunikation. Zusammen werfen wir einen Blick auf die Anfänge seiner beruflichen Laufbahn und auf erinnerungswürdige Momente in der BAUR-Gruppe.

Die meisten kennen dich mit Sicherheit, aber möchtest du dich trotzdem einmal vorstellen bitte?

Ich bin Manfred Gawlas, Leiter der Unternehmenskommunikation der BAUR-Gruppe. Ich bin Unterfranke und habe in Oberfranken mein berufliches Glück gefunden. Meine Frau und ich haben zwei wunderbare Töchter, die schon lange erwachsen sind und im Berufsleben stehen.

Manfred, kannst du uns etwas über deinen Werdegang erzählen? Wo hat deine berufliche Laufbahn begonnen und wie bist du zur BAUR-Gruppe gekommen?

Lange ist es her: Ich habe mal Wirtschaft, genauer gesagt Volkswirtschaft studiert und nach einigen Orientierungsjahren bin ich durch Zufall bei Quelle in Fürth in der Unternehmenskommunikation gelandet. Allerdings war ich nur mit einem Dreimonatsvertrag angestellt. Diese drei Monate waren Ruckzuck vorbei und nach einigen Verlängerungen wurden es ganze 17 Jahre im Unternehmen. Tatsächlich war ich auch der letzte Pressesprecher des Unternehmens, bevor dieses aufgelöst wurde. Im Anschluss arbeitete ich einige Jahre in einer PR-Agentur in Frankfurt am Main – eine lehrreiche Zeit, bei der ich allerdings auch feststellte, dass ich ein Mensch bin, der lieber in Unternehmen arbeitet. 

Manfred Gawlas
Manfred Gawlas

Ein weiterer Zufall führte mich schließlich zur BAUR-Gruppe: Die damalige Geschäftsführerin im Marketingbereich bei BAUR war eine alte Quelle-Kollegin, mit der ich weiterhin in Kontakt war. Sie empfahl mich dem damaligen Geschäftsführer Albert Klein. Eines führte zum anderen und ich wechselte von Frankfurt nach Oberfranken.

Wie lange warst du denn nun Teil der BAUR-Familie?

Ich startete im Mai 2014 bei der BAUR-Gruppe – macht also 11 Jahre und 3 Monate.

Gibt es besondere Projekte, Ereignisse o.Ä., an die du dich heute gerne noch zurückerinnerst?

Gleich zu Beginn erhielt ich den Auftrag, die Unternehmenskommunikation in jeder Hinsicht grundlegend zu modernisieren, also strukturell, inhaltlich und auch personell. Dieses Projekt beschäftigte mich intensiv fast drei Jahre. Demnach war ich stolz als ich das Projekt beenden konnte und die Aufbauarbeit erfolgreich abgeschlossen war. Darüber hinaus gab es zahlreiche schöne Veranstaltungen: Ich kann mich an wunderbare Neujahrsempfänge erinnern oder – mit Blick auf Journalist*innen – Pressekonferenzen. Was mir immer besonders gut gefallen hat, worauf ich auch viel Wert legte, war das Vertrauensverhältnis mit den Führungskräften, aber auch jedem/-r einzelnen Kolleg*in, denn das spiegelte stets wieder, dass ich hier am richtigen Platz bin. Auch zu den Kolleg*innen nach Hamburg zeigte sich dieses Verhältnis, denn wir pflegen eine intensive, konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Unternehmenskommunikation der Otto Group.

Kannst du dich noch an den lustigsten Moment erinnern, den du während deiner Zeit hier erlebt hast?

Das tolle in der BAUR-Gruppe war, dass wir im Kolleg*innenkreis eigentlich immer sehr, sehr viel gelacht haben. Waren die Zeiten auch mal hart, die Stimmung war fast immer bestens. Ein Erlebnis, was vielleicht damals gar nicht so lustig war, im Nachhinein dennoch zu viel Gelächter führte: 2018 organisierte die Unternehmenskommunikation ein großes Mitarbeiterfest mit über 2000 Teilnehmenden und einem großartigen Team. Allerdings bekamen wir ein Problem mit dem berühmten Paragraphen 117 – die Ordnungswidrigkeit unzulässiger Lärm. Die Polizei „klingelte“ also damals an, unglücklicherweise hatten wir keinen Veranstaltungsleiter gemeldet. Als die Polizei nach einem Ansprechpartner bat, war ich das, wodurch ich auch in die Rolle des Veranstaltungsleiters rutschte. So geschah es, dass ich plötzlich eine Anzeige bekam! Ich musste also eine Stellungnahme abgeben und ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Nach einiger Zeit setzte mich das Ordnungsamt Burgkunstadt darüber in Kenntnis, dass es bei einer mündlichen Verwarnung bliebe, beim nächsten Mal käme ich aber nicht ohne Bußgeld davon.
Noch einmal auf den Punkt gebracht: Das herausragende für mich war der Faktor Mensch. Wir arbeiteten oftmals hart an unseren Themen, waren dennoch immer wieder über Privates im Austausch und hatten verdammt viel Spaß bei der Arbeit.

Gibt es ein Missgeschick oder eine Panne, die dir passiert ist, bei der du kurz davor warst, deinen Job an den Nagel zu hängen?

Ich bin nun 33 Jahre in der Unternehmenskommunikation tätig und darf glücklicherweise behaupten, von einem massiven und folgereichen Kommunikationsfehler, der hohe Kosten verursachte oder sogar reputationsschadend wirkte, verschont geblieben zu sein. Kleine operative Fehler hingegen passieren ständig. Ich kann mich erinnern, als ich bei einer Pressekonferenz für das komplette schriftliche Material verantwortlich war, ist mir ausgerechnet auf dem Deckblatt ein peinlicher Tippfehler aufgefallen. Das bedeutete: nachts um zwei Uhr entfernte ich das Deckblatt von einhundert bereits ausgedruckten Manuskripten, kopierte die Deckblätter neu und klammerte die Manuskripte erneut. Künftig lasen wir dann noch aufmerksamer Korrektur. Dennoch: Fehler gehören dazu, denn wo viel gearbeitet wird, passieren diese auch.

Was sind deine Pläne für die Zeit in der Rente? Gibt es Hobbys oder Projekte, die du verfolgen möchtest?

Mein Plan ist erst einmal nicht viel zu planen! Mein Freundeskreis rät mir, die Zeit auf mich zukommen zu lassen und nicht direkt neue Verbindlichkeiten einzugehen. Klar ist aber, dass ich meinen Hobbies verstärkt nachgehen werde - einerseits der Musik, denn ich spiele in einer Band. Vielleicht kann der ein oder andere Auftritt nun noch ergänzt werden. Außerdem bin ich „Waldläufer“, was sich auch als Korrektiv für das anstrengende Berufsleben bewährt hat. Was mir außerdem sehr wichtig ist, sind die Unternehmungen im Freundeskreis: Mehr gemeinsam erleben, mehr Schafkopf spielen – da wird sicherlich einiges kommen.

Gibt es Ratschläge, die du jüngeren Kollegen mit auf den Weg geben möchtest?

Früher orientierte ich mich an älteren Kolleg*innen und stellte ihnen genau solche Fragen. Wenn mir nun heute diese Frage gestellt wird, kann ich nur antworten: Sei loyal und integer. Zwischen deinen Worten und Taten sollte keine Lücke herrschen. Das gelingt nicht immer, sollte aber stets der Anspruch sein. Das Streben nach einer integren Persönlichkeit macht vieles leichter und öffnet Türen – du wirst davon profitieren.


Danke Manfred, für das Interview. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

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Autorin
Lara Ötter

Willkommen auf dem JobsBlog!
Ich heiße Lara, bin 22 Jahre alt und unterstütze derzeit das Team Personalmarketing im Rahmen meines Praktikums in der Unternehmenskommunikation.
Es erwarten euch interessante Blogbeiträge und spannende Einblicke in unser Unternehmen.
Viel Spaß beim Lesen! 😊

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