18. Jun 2026
Zwei Wochen Malta, internationale Klassenkameraden und Freundschaften fürs Leben: Sebastian, Umschüler bei BAUR, hat mit Erasmus+ mehr mitgenommen als ein Sprachzertifikat.
Zwei Wochen Malta: Wie Sebastian mit Erasmus+ Englisch lernte und Freundschaften fürs Leben fand. Manche Erfahrungen kann man nicht im Klassenzimmer machen. Sebastian, Umschüler bei BAUR und Schüler in der Berufsschule Lichtenfels, hat genau das erlebt: zwei Wochen auf Malta, im Rahmen des EU-Programms Erasmus+. Vormittags die Schulbank, den Rest des Tages das echte Leben.
Wir haben mit ihm über seine Zeit auf der Mittelmeerinsel gesprochen, und herausgekommen ist eine Geschichte über Sprache, Sonnenuntergänge und Begegnungen, die weit über Malta hinausreichen. 🌍
Die Idee kam direkt aus dem Klassenzimmer: Lehrkräfte der Berufsschule Lichtenfels stellten Sebastian und seinen Mitschüler*innen das Erasmus+ Programm vor - die Chance, zwei Wochen im Ausland zu verbringen und dabei die eigenen Englischkenntnisse aufzupolieren.
Sebastian sagte zu. ✅
Anfang Mai ging es los: von Bamberg nach Frankfurt, von dort direkt nach Malta. Ziel war San Ġiljan, besser bekannt als St. Julian's, ein lebendiger Küstenort im Osten der Insel. Das Hotel hatte eine Partnerschaft mit der Sprachschule, und der Schulweg war, wie Sebastian schmunzelnd erzählt, „etwa 30 Sekunden lang".
Am ersten Tag, einem Sonntag, war noch alles entspannt: Einchecken ging noch nicht, also wurden die Koffer in der Lobby geparkt und erst mal essen gegangen. Das Zimmer mit Balkon zur Straße entpuppte sich als schön, nur die laute Bar in der Nähe sorgte gelegentlich für Abendprogramm, ob man wollte oder nicht. 😄
Am ersten Schultag stand zunächst ein Einstufungstest an, der das Sprachniveau ermittelte: von A1 für Anfänger bis C2 auf Muttersprachniveau. Sebastian landete gemeinsam mit zwei weiteren Schülern aus seiner Berufsschule im B2-Kurs der European School of English.
Der Unterricht war in zwei Blöcke geteilt: Vormittags ging es klassisch zu - Grammatik, Schriftliches, der typische Englischunterricht eben. Nachmittags lag der Fokus auf Business-Englisch, mit viel Kommunikation und Konversation statt Regeln und Grammatiktabellen. Besonders schön war für Sebastian die Internationalität seines Vormittagskurses: Acht Leute, zusammengewürfelt aus aller Welt - zwei wie bereits genannt, aus seiner Berufsschule, einer aus Hongkong, drei aus der Türkei und eine Russin, die aus Spanien angereist war. Unterrichtet wurde er von einer englischen Muttersprachlerin am Vormittag und einem Lehrer am Nachmittag, der aus dem Senegal stammt, in Oxford studiert hat und heute auf Malta lebt. Internationaler geht es kaum.
Am Ende jeder Woche stand ein Leistungsnachweis an, und zum Abschluss gab es ein Zertifikat: 30 Stunden Englischunterricht auf B2-Niveau, schwarz auf weiß. ✍️
Die Sprachschule ließ es sich nicht nehmen, ihre internationalen Gäste zu unterhalten. Gleich am ersten Schultag stand eine Welcome-Party an: Rund 50 Leute aus verschiedenen Kursen trafen sich um 20 Uhr vor der Schule, ein Organisator führte die Gruppe an, und es ging in den Club „Footloose". Sogar die Lehrkräfte aus Lichtenfels, die in der ersten Woche mit auf Malta waren, feierten mit.
Jeden Mittwoch gab es zudem einen Tanzkurs. Sebastian entschied sich für Salsa - einen Kurs, der so beliebt war, dass die Location fast aus allen Nähten platzte. Aber genau das machte es ja auch aus. 💃
Neben dem Unterricht standen Ausflüge auf dem Programm, teils von der Sprachschule organisiert, teils von der Berufsschule, vieles aber auch in Eigenregie.
Ein Höhepunkt war der Ausflug nach Mdina und Rabat. Mdina, die berühmte „Silent City", diente in der ersten Staffel von Game of Thrones als Kulisse für King's Landing. Eine ruhige, fast verträumte Stadt mit jahrhundertealten Mauern. Nach der Stadtführung und der Besichtigung in Rabat organisierte Sebastian mit sieben anderen kurzerhand einen eigenen Trip: per Uber zu den Dingli Cliffs, um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Die Dingli Cliffs gehören zu Maltas schönsten Naturschauplätzen und sind ein beliebter Ort für einen Sonnenuntergangsspaziergang.
Ein weiterer Ausflug führte mit der Fähre nach Gozo, der zweitgrößten Insel des maltesischen Archipels, inklusive Besuch der dortigen Festung. Gegen Ende der zweiten Woche ging es noch in die Hauptstadt Valletta, wo Altes und Modernes, Arm und Reich dicht aufeinandertreffen. Auch hier ließ sich die Gruppe den Sonnenuntergang nicht entgehen. 🌅
Spannend wurde es auch fernab der Postkartenmotive: Über die Berufsschule organisiert besichtigte Sebastian die Cisk-Brauerei, eine der bekanntesten Marken Maltas, sowie die Werkstätten von Lufthansa Technik, wo Flugzeuge gewartet und repariert werden. Einblicke, die man als normaler Tourist nicht so schnell bekommt.
Bei aller Schule und allen Ausflügen, das Schönste waren für Sebastian die Menschen. Die meisten Abende verbrachte er mit seiner achtköpfigen Gruppe aus der Sprachschule: Karaoke, Brett- und Kartenspiele, Zeit am Pool, mal ein Abend mit den Lehrkräften in einer kleinen Bar.
Am letzten Abend gab es eine inoffizielle Abschiedsparty in der Bar gegenüber dem Hotel: gemeinsam feiern, sich verabschieden, Kontakte sichern. Genau diese Kontakte sind geblieben. Mit einem Teilnehmer aus Hongkong und einem aus der Türkei steht Sebastian bis heute in Verbindung, inklusive Einladungen in beide Länder zu den Familien seiner neuen Freundschaften.
Zum Abschied zeichnete der neue Freund aus Hongkong sogar ein Porträt von Sebastian und schenkte es ihm. Bekanntschaften fürs Leben, wie Sebastian sagt.
Eine klare Empfehlung:
Wer die Chance bekommt, an so einem Austausch teilzunehmen, sollte sie nutzen. Denn am Ende nimmt man weit mehr mit als ein Sprachzertifikat: neue Perspektiven, internationale Freundschaften und Erinnerungen, die bleiben.
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Herzlich willkommen auf dem JobsBlog! Mein Name ist Luca und ich bin Kaufmann für E-Commerce im 3. Lehrjahr.
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