14. Feb 2026
Valentinstag erinnert uns oft daran, andere zu lieben. Doch echte Wertschätzung beginnt dort, wo wir uns selbst ernst nehmen – lernbereit bleiben, Verantwortung übernehmen und bereit sind, uns weiterzuentwickeln.
Der 14. Februar ist ein Tag voller Bilder und Erwartungen. Rote Herzen in Schaufenstern, Blumensträuße, Nachrichten mit großen Worten. Für manche ist er geprägt von Nähe und Vorfreude, für andere von Druck, Vergleichen oder Skepsis.
Doch Valentinstag war nicht immer so laut. Und vielleicht lohnt es sich gerade deshalb, einen Moment innezuhalten und den Blick hinter die heutigen Rituale zu richten.
Der Name geht auf den heiligen Valentin zurück, ein christlicher Märtyrer aus dem 3. Jahrhundert, um die sich mehrere Überlieferungen ranken. Überliefert ist die Geschichte eines Priesters, der Paare traute - in einer Zeit, in der Ehen für römische Soldaten offiziell nicht erlaubt waren, weil der Staat familiäre Bindungen als Hindernis für militärische Einsatzbereitschaft betrachtete. Er tat es nicht aus Romantik, sondern aus Überzeugung: weil er an die Bedeutung von Beziehung, Verantwortung und Fürsorge glaubte.
Für dieses Handeln soll er verfolgt und schließlich hingerichtet worden sein – am 14. Februar.
Ob jede Einzelheit historisch belegbar ist, ist zweitrangig. Entscheidend ist der Kern dieser Geschichte: Liebe war nie nur Gefühl oder Ausdruck, sondern eine bewusste Entscheidung und eine Haltung. Wer liebt, übernimmt Verantwortung – für sich selbst und für andere.
Der ursprüngliche Valentinstag war kein Tag der großen Inszenierung. Es ging nicht um Perfektion oder Erwartungen.
Es ging darum, Verbindung zu ermöglichen und Nähe ernst zu nehmen. Diese Idee wirkt bis heute nach – auch wenn sie im modernen Valentinstag oft überdeckt wird.
Wenn wir über Liebe sprechen, denken wir meist zuerst an andere Menschen. Doch all diese Beziehungen werden von dem geprägt, was wir mit uns selbst in Verbindung bringen.
Wie wir zuhören.
Wie wir reagieren.
Wie wir Verantwortung übernehmen – für Worte, für Verhalten, für Entscheidungen.
Liebe zu anderen beginnt nicht erst im Moment der Begegnung. Sie entsteht dort, wo wir den Umgang mit uns selbst klären. Selbstliebe bedeutet nicht Selbstgenügsamkeit oder Rückzug. Es heißt, sich ernst zu nehmen. Zu akzeptieren, dass man ein Mensch ist, der lernen darf. Der sich weiterentwickeln darf. Der nicht fertig sein muss, um wertvoll zu sein.
Beziehungen scheitern selten an fehlender Zuneigung. Viel öfter scheitern sie daran, dass Reflexion fehlt. Dass Verantwortung abgegeben wird. Dass Zuhören schwerfällt.
Lernbereitschaft ist daher kein Selbstoptimierungsziel, sondern eine Voraussetzung für tragfähige Beziehungen. Wer bereit ist, sich weiterzuentwickeln, bleibt beweglich. Wer beweglich bleibt, kann Nähe zulassen, ohne sich selbst zu verlieren.
Lernbereit zu sein bedeutet:
Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Sie zeigt sich im Handeln. In dem, was gesagt wird. Und auch in dem, was unausgesprochen bleibt.
Verantwortung zu übernehmen heißt, hinzuschauen:
Es bedeutet, alte Muster zu hinterfragen – nicht aus Selbstkritik, sondern aus dem Wunsch heraus, bewusster zu werden.
Verantwortung zu übernehmen heißt auch, Feedback ernst zu nehmen. Rückmeldungen von außen – oder die ehrliche Selbstreflexion – sind Spiegel.
Sich Feedback einzuholen – oder sich selbst zu reflektieren – braucht Mut. Es erfordert Offenheit und die Bereitschaft, nicht immer Recht haben zu müssen.
Feedback anzunehmen, heißt nicht, sich selbst klein zu machen. Es heißt, sich weiterzuentwickeln, ohne sich zu verlieren.
Diese Haltung endet nicht im Privaten. Sie wirkt überall dort, wo Menschen zusammenarbeiten, Verantwortung tragen und miteinander in Beziehung stehen – auch im Berufsleben.
Zusammenarbeit gelingt dort, wo Menschen sich selbst ernst nehmen und zugleich offen bleiben für andere. Wer reflektiert handelt, kommuniziert klarer. Wer lernbereit ist, kann mit Feedback umgehen. Wer Verantwortung für das eigene Verhalten übernimmt, schafft Vertrauen – im Team, gegenüber Kolleg*innen und in der täglichen Zusammenarbeit.
Selbstliebe zeigt sich im Arbeitskontext nicht als Rückzug, sondern als Verlässlichkeit. Als Bereitschaft, zuzuhören, sich weiterzuentwickeln und die eigene Wirkung nicht auszublenden. Genau daraus entsteht ein respektvolles, tragfähiges Miteinander.
Der ursprüngliche Gedanke des Valentinstags war nicht, Liebe zu beweisen, sondern sie zu leben. In Haltung, Verhalten und Verantwortung. Genau hier knüpft Selbstliebe an – nicht als Ego Projekt, sondern als Grundlage für gelingende Beziehungen.
Wer sich selbst ernst nimmt, nimmt auch andere ernst.
Wer an sich arbeitet, schafft Raum für echte Nähe.
Wer bereit ist zu lernen, bleibt verbindungsfähig.
Valentinstag erinnert damit nicht nur daran, Liebe zu zeigen, sondern daran, wie wir lieben wollen – und aus welcher Haltung heraus.
Die mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder. Bitte fülle diese aus, um deine Kommentare erfolgreich abgeben zu können.
Herzlich willkommen auf unserem JobsBlog der BAUR-Gruppe.
Ich heiße Kim und im Rahmen meiner Ausbildung als Kauffrau im Bereich E-Commerce bei BAUR unterstütze ich derzeit das Team Personalmarketing.
Freut euch auf interessante Blogbeiträge und blickt gemeinsam mit mir hinter die Kulissen unseres Unternehmens. 😊
Viel Spaß beim Lesen!