12. Jun 2026
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit wird das Engagement und die Initiativen für faire Bedingungen in globalen Lieferketten bei der Otto Group beleuchtet.
Weltweit müssen nach Schätzungen der International Labour Organization (ILO) rund 160 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren unter Bedingungen arbeiten, die als Kinderarbeit einzustufen sind. Dabei ist nicht jede von Kindern geleistete Arbeit Kinderarbeit. Der Begriff umfasst Tätigkeiten, die Kindern ihre Kindheit, ihr Potenzial und ihre Würde nehmen sowie ihre körperliche oder geistige Entwicklung schädigen. Verboten sind (lebens-)gefährliche Arbeiten, Nachtarbeit und die Arbeit mit gefährlichen Maschinen oder Chemikalien.
Die Otto Group setzt sich seit Jahrzehnten aktiv für faire und sichere Arbeitsbedingungen in ihren globalen Lieferketten ein und verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Kinderarbeit. Die Ursachen für Kinderarbeit sind vielfältig, daher geht der Konzern das Thema umfassend an.
Das Unternehmen arbeitet eng mit Organisationen wieSave the Children und ihrem Tochterunternehmen The Centre for Child Rights and Business zusammen.Diese Kooperation besteht seit 2020 und wird kontinuierlich ausgebaut. Durch die Unterzeichnung des „Joint Action Pledge“ verpflichtet sich die Otto Group, Kinderrechte noch systematischer in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Um dies zu erreichen, verfolgt die Otto Group eine eindeutige Linie.
🟨 Richtlinien und Sensibilisierung: Die Otto Group passt ihre internen Richtlinien und Prozesse an und schult ihre Mitarbeitenden weltweit zum Thema Kinderrechte und Kinderarbeit.
🟨 Risikoanalyse und Weiterbildung: Durch systematische Risikoanalysen identifiziert der Konzern Regionen und Partner mit erhöhtem Kinderarbeitsrisiko. Dort werden gezielte Trainings durchgeführt, die ein Bewusstsein schaffen und praktische Kenntnisse vermitteln sollen. Dazu gehören Programme wie WeCare von Save the Children und Initiativen vonamfori.
🟨Unterstützung von Familien: In Zusammenarbeit mit ihren Geschäftspartnern fördert die Otto Group familienfreundliche Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten. Ein Beispiel ist der School instead of Child Labour-Fund, der den Child Rights Action Hub in Bangladesch unterstützt, um Kinderarbeitsrisiken zu reduzieren und Hilfsangebote für gefährdete Kinder zu schaffen.
🟨 Das WeCare-Programm: Zwischen 2020 und 2021 wurde dieses Programm in zwölf Fabriken in China und der Türkei erfolgreich umgesetzt. Es unterstützte Eltern mit Bedarfsanalysen, familienfreundlichen Maßnahmen am Arbeitsplatz, Schulungen zu Erziehung und Kommunikation sowie gezielter Nothilfe wie finanzieller Unterstützung, psychologischer Beratung und Schulmaterialien. Insgesamt profitierten rund 840 Beschäftigte und fast 2.000 Kinder direkt oder indirekt davon.
🟨 Kontrollen und Beschwerdewege: Die Otto Group führt regelmäßige Sozialaudits (= Kontrollprüfungen, ob in der Lieferkette oder in den eigenen Betrieben soziale Standards eingehalten werden) in Risikoländern durch. Hier werden die Einhaltung des Mindestalters und die Altersverifizierung geprüft. Bei festgestellter Kinderarbeit greift die „Zero Tolerance“-Politik: Der Fall wird priorisiert bearbeitet und bis zur Klärung betreut. Das konzerninterne Hinweisgebersystem Speak Up ermöglicht zudem die anonyme Meldung von Verdachtsfällen in über 30 Sprachen.
Die Otto Group wird ihre Anstrengungen fortsetzen und das WeCare-Programm auf weitere sechs Fabriken in der Türkei und Bangladesch ausweiten. Bis 2024 konnten in 22 Fabriken bereits mehr als 3.400 Kinder vom WeCare-Programm profitieren.
Dr. Tobias Wollermann, Group Vice President Corporate Responsibility der Otto Group, betont: „Der Kampf gegen Kinderarbeit in globalen Lieferketten ist ein Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern kann das Unternehmen einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Situation von Familien und Kindern leisten“.
Die Otto Group ist sich ihrer Verantwortung bewusst und arbeitet kontinuierlich daran, dass Kinder eine sichere Kindheit und Zugang zu Bildung haben, denn dies ist zentraler Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.
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Ich heiße Marion und im Rahmen eines Praktikums für mein Studium der Kommunikationswissenschaft unterstütze ich die Unternehmenskommunikation der BAUR-Gruppe.
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