28. Mai 2026

Messefieber in Berlin: Die E-Commerce Trends von morgen
Messefieber in Berlin: Die E-Commerce Trends von morgen

Zwei Kolleg*innen sprechen über ihre Erfahrungen auf einer der größten E-Commerce Messen Europas und geben spannende Einblicke. Hier erfahrt ihr alles darüber.

Jährlich treffen sich tausende Fachleute aus dem E-Commerce in Berlin zu einer der größten europäischen Messen für den Online-Handel. Über 14.000 Besucher*innen treffen auf 320 Aussteller*innen, besuchen Masterclasses, vernetzen sich und nehmen jede Menge neuer Impulse mit nachhause. Zum 10. Mal öffnete dieE-Commerce Berlin Expo Mitte Februar 2026 ihre Tore. Ihre Mission: Menschen zusammenzubringen, die voneinander lernen, gemeinsam wachsen und die Zukunft des digitalen Handels aktiv mitgestalten sollen. Es geht hierbei um echte Inhalte, Verbindungen und Chancen.


Und auch zwei unserer Kolleg*innen waren unter den zahlreichen Besucher*innen mit dabei. Marina Prähauser und Matthias Klein erzählen uns hier im Gespräch, was sie von der E-Commerce Berlin Expo mitgenommen haben.

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Hallo Marina, hallo Matthias, schön, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns eure Eindrücke und Learnings von eurem Besuch der Messe zu berichten. Stellt euch doch bitte kurz vor und erzählt uns etwas über eure Arbeit. 

Marina: Hallo, ich bin am Standort in Salzburg zuhause und bin in der BAUR-Gruppe als Vice President für den Bereich Category Operations & 3rd Party Buying verantwortlich.

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Bei mir drehen sich somit alle Themen rund um die Sortimente, die wir von OTTO Deutschland beziehen als auch die um unsere sogenannten 3rd Party Buying- Artiekl. Diese ergänzenden Zusatzsortimente wählen wir selbstständig aus und beziehen sie über unsere Dienstleister Tradebyte* und PlentyONE**.

Mattias: Ich bin ebenfalls in Salzburg ansässig und Teamlead im Bereich 3rd Party Buying. Mein Schwerpunkt liegt auf der Anbindung und Weiterentwicklung unserer Anbieterlandschaft außerhalb der Konzernware – aktuell insbesondere auf der Integration von Tradebyte und PlentyONE. Damit schließen wir gezielt Sortimentslücken und bauen unser Angebot in den Bereichen Fashion und Hartwaren weiter aus.

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Ihr seid also von Salzburg nach Berlin zur Messe gefahren. Wie habt ihr von der Messe erfahren und was war euer erster Eindruck?

Matthias: Von der Messe haben wir über unseren Partner PlentyONE erfahren. Und ehrlich gesagt: Der erste Eindruck war ziemlich überwältigend – überall spannende Speaker*innen, neue Ideen, Tools und Themen. 

Es gab so viele Programmpunkte und Möglichkeiten, dass man am Anfang gar nicht wusste, womit man starten soll und was man sich zuerst ansehen möchte.


Gab es für euch Themen, die ihr besonders spannend fandet?

Marina: Zwei Schwerpunkte sind für uns besonders herausgestochen. Künstliche Intelligenz und dabei natürlich der Fokus auf die Prozessautomatisierung durch KI. Viele Anbieter zeigen Lösungen, die die Anbindung von Lieferanten deutlich vereinfachen und gleichzeitig die Produktdatenqualität auf ein Niveau heben, mit dem die KI später sinnvoll arbeiten kann. Spannend ist auch der Blick nach vorne, denn Kund*innen, die mit KI shoppen oder sich von KI beraten lassen, werden zunehmend als eigene Zielgruppe mitgedacht.

Matthias: Der zweite Schwerpunkt lag auf der Logistik und der Internationalisierung - ebenfalls ein großes Thema. Ganz konkret: Wie können wir Lieferanten, die heute vor allem nach Österreich und Deutschland liefern, so weiterentwickeln, dass auch unsere Kund*innen in der Schweiz künftig reibungslos beliefert werden können?


Künstliche Intelligenz ist in fast allen Bereichen nicht mehr wegzudenken und ihr habt es schon ein bisschen angeteasert. Wie wurde das Thema auf der Messe behandelt?

Matthias: KI war auf der Messe wirklich omnipräsent. Egal ob Pricing, Marketing, Logistik, Produktdaten oder Customer Service – nahezu jeder Bereich wurde entweder direkt mit KI verknüpft oder es wurden konkrete Lösungsansätze gezeigt, wie sich Prozesse damit effizienter gestalten lassen.

Marina: Der Grundtenor war bei den meisten Anbietern sehr ähnlich: Ohne saubere Datengrundlage funktioniert KI nicht. Und genau daran knüpften viele Stände an – mit dem Versprechen, das passende Tool bereitzustellen, um Daten zu strukturieren und KI anschließend sinnvoll einsetzen zu können.


Eine abschließende Frage: Mit welchen Learnings seid ihr nachhause gefahren? Welche Erkenntnisse werden für euch, eure Arbeit und letztendlich für unsere Kund*innen wichtig?

Marina: Wir sind mit mehreren sehr wichtigen Erkenntnissen nachhause gefahren. Das wichtigste Learning ist, dass wir unsere Daten konsequent aufräumen und weiterentwickeln müssen, um überhaupt KI fähig zu sein. Künstliche Intelligenz ist kein Zusatz, sondern baut immer auf einer sauberen Datenbasis auf. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass KI User zunehmend als eigene Zielgruppe verstanden werden müssen. Sie haben andere Erwartungen, Suchmuster und Entscheidungswege. Darauf müssen wir unsere Inhalte, Systeme und Sortimente ausrichten.

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Matthias: Ein weiterer wichtiger Punkt sind Feedbackschleifen und strategisches Community Building. Der kontinuierliche Austausch mit unseren Kund*innen hilft uns, schneller zu lernen, relevanter zu werden und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Sehr klar wurde dabei: Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse müssen noch stärker im Mittelpunkt stehen und zwar differenziert nach Marken. Wir müssen genau verstehen, wofür unsere Marken stehen, was sich Kund*innen erwarten und wo sich zum Beispiel die BAUR Kund*innen in Deutschland von beispielsweise OTTO Kund*innen in Österreich unterscheiden.


Marina: All diese Erkenntnisse führen am Ende zu dem klaren Ziel, eine ganzheitliche Sortiment-Strategie zu entwickeln, die technologiegetrieben ist, aber immer nah an unseren Kund*innen, am Markt und an unseren Marken bleibt – und so echten Mehrwert schafft.

Danke euch für die spannenden Einblicke in die Zukunft des E-Commerce.

Dieses Interview führte Marion Ganz von der Unternehmenskommunikation der BAUR-Gruppe.


* Tradebyte
Tradebyte ist eine Softwareplattform, die Marken und Händler dabei unterstützt, ihre Produkte auf vielen verschiedenen Online-Marktplätzen (wie z.B. Zalando) zu verkaufen. Es fungiert als eine Art Brücke, die Produkte direkt zu den großen Online-Shops bringt. Man pflegt seine Artikeldaten nur einmal ein, und Tradebyte sorgt dafür, dass sie auf den gewünschten Marktplätzen erscheinen. Das spart viel Arbeit und hilft dabei, mehr Kunden zu erreichen. Seit 2016 gehört Tradebyte zu Zalando.

** PlentyONE
PlentyONE (ehemals plentymarkets) ist eine umfassende Cloud-basierte Softwarelösung (ERP-System), die speziell für den Onlinehandel entwickelt wurde. PlentyONE ist wie die Schaltzentrale des Online-Business. Es hilft dabei, alle wichtigen Aufgaben zu steuern: von der Verwaltung der Produkte und Bestände über die Bearbeitung von Bestellungen bis hin zum Versand. So können Produkte gleichzeitig auf der eigenen Webseite und vielen verschiedenen Marktplätzen verkauft, alles zentral und effizient verwaltet und das Geschäft skaliert werden.

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Autorin
Luca Ivascenko

Herzlich willkommen auf dem JobsBlog! Mein Name ist Luca und ich bin Kaufmann für E-Commerce im 3. Lehrjahr. 
Ich unterstütze aktuell das Team Recruiting & Employer Branding.
Viel Spaß beim Lesen!

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