27. Feb 2026
In diesem Blogbeitrag sprechen wir mit Max, dem Ausbildungsleiter der BAUR-Gruppe. Im Interview erzählt er, wie der Bewerbungsprozess abläuft, worauf es beim Start der neuen Azubis ankommt und vieles mehr.
Hallo, ich bin Max, ich bin Ausbildungsleiter in der BAUR-Gruppe. Ich bin seit 1999 im Unternehmen und darf mich seitdem hier um die Ausbildung kümmern und das ist ein Job, der mir immer sehr viel große Freude bereitet hat.
Einen „typischen“ Ablauf gibt es eigentlich nicht, da sich der Bewerbungsprozess je nach Ausbildungsberuf leicht unterscheiden kann. Grundsätzlich läuft es jedoch so ab: Die Bewerbungen erreichen uns entweder über unser E-Mail-Postfach oder direkt über unsere Jobseiten. Wenn uns eine Bewerbung überzeugt, laden wir die Bewerberin oder den Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch ein. Dieses findet in der Regel online statt, kann aber auch vor Ort durchgeführt werden. Verläuft das Gespräch positiv und es passt für beide Seiten, folgt meist ein weiterer Termin vor Ort. Dabei haben die Bewerberinnen und Bewerber die Möglichkeit, sich das Ausbildungsumfeld anzusehen, erste Eindrücke vom Team zu gewinnen und vielleicht sogar zukünftige Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. So können sie sich noch besser vorstellen, wie ihre Ausbildung bei uns aussehen könnte. Wenn am Ende alles gut zusammenpasst, freuen wir uns, unsere neuen Auszubildenden zum 1. September bei uns begrüßen zu dürfen.
In einem Bewerbungsgespräch ist es wichtig, dass es vor allem authentisch ist. Es bringt sowohl den Unternehmen, den Interviewern viel als auch den Bewerbern, wenn man ehrlich zueinander ist. Nur so lässt sich wirklich feststellen, ob es auf beiden Seiten zusammenpassen und ob es ein gutes Matching gibt.
Grundsätzlich gibt es immer drei große Themenfelder, von denen man sagen kann, dass sie in fast jedem Bewerbungsgespräch zur Sprache kommen. Zum einen geht es um die Person des Bewerbers selbst – man sollte natürlich viel über sich erzählen können. Zum anderen sollte man sich gut über das Unternehmen informiert haben und auch über den Ausbildungsberuf, für den man sich interessiert und beworben hat. Damit tut man sich selbst etwas Gutes, denn wenn man gut vorbereitet ist und viel weiß, kommt man automatisch tiefer ins Gespräch, weil es mehr zu erzählen gibt.
Was mir persönlich weniger gefällt, ist, wenn Bewerber bei Themen, die vielleicht nicht ganz so positiv aus den Unterlagen hervorgehen – wie zum Beispiel schlechte Noten oder eine Bemerkung vom Lehrer –, versuchen, die Schuld auf jemand anderen abzuwälzen. Stattdessen sollte man offen über solche Themen sprechen. Kein Mensch ist perfekt, bei niemandem läuft alles immer reibungslos. Jeder hat seine guten und seine weniger guten Seiten – und darüber kann man ehrlich sprechen.
Von daher: einfach authentisch und ehrlich sein, dann wird das Gespräch auch gut.
Da gibt es ganz viel vorzubereiten. Im Hintergrund fällt natürlich viel Verwaltungsarbeit an, zum Beispiel die Aktenanlage, die Anmeldung bei der Berufsschule oder das Herrichten des IT-Equipments – das ist das eine. Zum anderen müssen wir auch die Integration der Azubis vorbereiten. Wir klären mit den Abteilungen, dass die Einsätze entsprechend geplant sind. Das jetzt im Detail auszuführen, würde etwas zu weit gehen, aber es nimmt auf jeden Fall viel Raum ein.
Schließlich ist es uns wichtig, dass die Azubis einen guten Start bei uns haben.
Da gibt es auf jeden Fall etwas: der 1. September. Das ist der Tag, an dem die neuen Azubis endlich starten. Wenn man so viel Vorbereitung für diesen einen Tag investiert hat, ist es einfach das Schönste, wenn am ersten Tag dann alle da sind. Für uns in der Ausbildung ist das fast wie Weihnachten. Wenn normalerweise das Christkind oder der Weihnachtsmann kommt, kommen für uns die neuen Azubis – und da sind wir erst einmal alle glücklich.
Wir versuchen von Anfang an, mit Begrüßungs- und Integrationstagen zu starten. Dabei geht es darum, sich erst einmal kennenzulernen – die Azubis untereinander, aber auch die Kolleginnen und Kollegen sowie die verschiedenen Abteilungen der BAUR-Gruppe. So schaffen wir Vertrautheit und geben ein Gefühl von Sicherheit. In der Regel klappt das sehr gut, und auch die Abteilungen freuen sich auf die neuen Azubis, wenn sie dort ankommen. Ich glaube, das spüren die Auszubildenden auch – dass sie hier herzlich aufgenommen werden. Und dann geht vieles gleich leichter.
Also ich glaube, dass wir bei BAUR berufsübergreifend eine besonders gute Situation haben. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Ausbildungsabteilungen sind absolut offen gegenüber unseren Azubis. Sie dürfen alles fragen und bei ganz unterschiedlichen Themen mit dabei sein. Man muss natürlich selbst ein Stück weit Verantwortung übernehmen, aber man kann unglaublich viel mitnehmen – sei es, indem man mit der Führungskraft in Termine geht oder den Kolleginnen und Kollegen über die Schulter schaut. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen: In den letzten Jahren konnten wir immer wieder bundesbeste und bayernbeste Azubis hervorbringen – in ganz unterschiedlichen Ausbildungsberufen. Ob Fotografen, Kaufleute im E-Commerce, Mediengestalter oder Kaufleute für Marketingkommunikation – da muss ich wirklich die Kolleginnen und Kollegen in den Ausbildungsabteilungen loben. Sie geben sich sehr viel Mühe und ermöglichen den Azubis, unglaublich viel zu lernen.
Ich würde mich heute vielleicht ein bisschen mehr trauen zu fragen als in meiner Ausbildung damals. Meine Ausbildung hat mir damals extrem viel Spaß gemacht, aber ich war sehr, sehr schüchtern und hätte mich vielleicht für die ein oder andere Aufgabe noch interessiert – da habe ich mich einfach nicht getraut zu fragen.
Ein weiteres Thema ist das Berichtsheft: Ich würde darauf achten, es immer auf dem neuesten Stand zu haben. Ich selbst musste mein Berichtsheft kurz vor der Abschlussprüfung noch nachschreiben, und das war ziemlich unangenehm. Daher kann ich nur den Tipp geben: immer darauf achten, dass das Berichtsheft aktuell ist.
Die mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder. Bitte fülle diese aus, um deine Kommentare erfolgreich abgeben zu können.
Ich heiße Carolin, bin 17 Jahre alt und unterstütze derzeit das Team Personalmarketing im Rahmen meiner Ausbildung zur Kauffrau im E-Commerce.
Seid gespannt auf interessante Blogbeiträge und blickt gemeinsam mit uns hinter die Kulissen der BAUR-Gruppe.
Viel Spaß beim Lesen! 😊